Kinder- und Jugendpraxis Hohenstein
29.1.2025
Berliner Schulkind an Diphterie gestorben
Das Schulkind, das in Berlin an der lebensgefährlichen, durch Impfungen vermeidbaren Infektionskrankheit Diphtherie erkrankt ist, ist gestorben. Das meldet der "Tagesspiegel". Die traurige Nachricht erreichte am Dienstagabend die Eltern der Waldorfschule Havelhöhe in Spandau. Mit tiefem Bedauern und großer Traurigkeit teilt man mit, "dass unser Schüler M. nach schwerer Krankheit verstorben ist." Es handelt sich dabei um den 10-Jährigen, der im Herbst letzten Jahres an Diphtherie erkrankt war. Das Kind war offenbar nicht gegen die Krankheit, die in Deutschland eigentlich nicht mehr vorkommt, geimpft. Vier Monate später ist M. nun verstorben.
"M. war ein Teil unserer Schulgemeinschaft, der uns mit seiner Fröhlichkeit und Herzlichkeit bereichert hat. Sein Weg zuletzt war geprägt von Stärke und Tapferkeit, und er hinterlässt in unserer Gemeinschaft eine Lücke, die uns alle berührt", schreibt der Schulleiter in einem Brief an alle Eltern. Die Schule kündigte eine Trauerfeier an."
Die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit bestätigte im Oktober 2024 unter Berufung auf das Gesundheitsamt Spandau einen Fall. Das Kind war zunächst wegen einer akuten Entzündung der Rachenmandeln in einem Krankenhaus in Brandenburg behandelt worden. Das Krankenhaus habe einen Verdacht auf respiratorische Diphtherie bei einem ungeimpften Kind gemeldet. Der Verdacht habe sich durch Laboruntersuchungen bestätigt. Diphtherie ist eine hochansteckende, bakterielle Infektionskrankheit. Das Gesundheitsamt leitete nach Angaben des Landkreises "Ermittlungen und Maßnahmen zum Schutz der engen Kontaktpersonen im privaten und schulischen Umfeld" ein.
November 2024
Baden-Württemberg weitet Untersuchungen aus
„Die Nachweise von Polio-Viren in Abwasserproben sind ein Weckruf für die Bedeutung eines vollständigen Impfschutzes gegen Kinderlähmung“, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha am Freitag (29. November) in Stuttgart. „In Baden-Württemberg bestehen teilweise erhebliche Lücken in Bezug auf die Impfung gegen Kinderlähmung. Insofern appelliere ich an alle Bürgerinnen und Bürger, den Impfschutz entsprechend den aktuellen STIKO-Empfehlungen zu überprüfen und bei Bedarf zu vervollständigen.“
In Baden-Württemberg wurden bislang keine Untersuchungen von Abwasserproben auf Polioviren durchgeführt. „Die Untersuchung von Abwasserproben aus einer Kläranlage in Baden-Württemberg wird ab sofort in das Untersuchungsprogramms des RKI aufgenommen“, ergänzte der Minister.
Poliomyelitis („Kinderlähmung“) ist eine hochansteckende Krankheit, die vor allem Kinder unter fünf Jahren betrifft und bei nicht ausreichend immunisierten Personen im schlimmsten Fall zu dauerhaften Lähmungen führen kann. Sie wird überwiegend mittels Schmierinfektion übertragen, in seltenen Fällen jedoch auch über Tröpfchen. Die Krankheit kann durch Polioimpfungen verhindert werden „Gute Händehygiene kann daher die Ansteckung und Verbreitung von Polio-Viren reduzieren. Der beste Schutz vor Erkrankung bleibt jedoch weiterhin ein vollständiger Impfschutz. Die in Deutschland eingesetzte Impfung ist hochwirksam und sicher“, betonte Prof. Gottfried Roller, Leiter des Landesgesundheitsamtes.
Oktober 2024
… schwerkranken Kind mit Tetanus auf Intensivstation in Tübingen …
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